Auf den Spuren der Apostel durch Kappadokien

15. November 2011

November 2011
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Das alte Sinasos ist ein Dorf, das überwiegend von Griechen bewohnt war. 1923 gab es zwischen der Türkei und Griechenland den großen Bevölkerungsaustausch und so wurde aus Sinasos Mustafapasa.
Die einst prächtigen Häuser übernahmen die Türken, die Griechenland verlassen mussten. Heute bemüht sich der Staat um die Restauration, dennoch sind es hauptsächlich die wunderbaren Steinmetzarbeiten, die den hellenistischen Charme erahnen lassen.
In der Umgebung sind einige Höhlenkirchen zu besichtigen, wir aber hatten nur Zeit die mitten im Dorf stehende Ayios-Konstantinos Kirche von außen anzuschauen. Sie ist eine der wenigen freistehenden alten christlich-orthodoxen Kirchen in der Türkei. Als nächstes kommt, was bei einer Türkeirundfahrt obligatorisch ist: der Teppichladen. Wir werden in ein riesiges Geschäft geführt und unermüdlich lässt der natürlich in Deutschland aufgewachsene Türke Teppiche ausrollen. Zugegeben einer war schöner als der andere. Nur den Preis nachfragen sollte man nicht, sofort wird man separiert und bearbeitet. Potentielle Kunden in unserer Gruppe machten die Erfahrung, dass die exotischen Preise sich bis auf 30% herunter handeln ließen. Das weckt kein Vertrauen.
Vom Taubental aus hatten wir einen schönen Blick. Zur einen Seite schauten wir über skurilen Tuffsteinfelsen und liebliche Täler. Zur anderen Seite liegt der Felsen, auf dem das Dorf Uchisar gebaut wurde. Die hohe Burg hatte ich schon bei meiner Ballonfahrt im Auge. Nun quälte unser Fahrer den Bus die schmale Straße empor, und hielt direkt neben dem Eingang. Der gewaltige Burgfels ist 60 m hoch, innen sollen sich unzählige Gänge und Räume befinden. Für uns war er geschlossen. Obwohl wir nun schon oft den Blick über diese Landschaft hatten, sind wir immer wieder verzaubert und bewundern die Vielfalt der Formen und Farben.
Erst als wir auch am Fuße der Burg anhielten, konnten wir glauben, dass in diesem Berg mehr als 1000 Menschen gewohnt haben sollen, denn erst von hier aus sehen wir wie durchlöchert das Gestein ist. Allmählich wurde es schon wieder dunkel, es war erst 16:30 Uhr. Als wir am Hotel ankamen, war es stockfinster. Wir ruhten uns ein wenig aus, gingen zum Abendessen und wurden dann mit dem Bus zu einem netten Höhlenrestaurant gefahren. Bei freien Getränken und netten kleinen Knabbereien erlebten wir unseren "Türkischen Abend". Sicher war er auf uns Touristen zugeschnitten, dennoch gefielen mir die Vorführungen gut. Die Damen und Herren hatten offensichtlich Freude an ihren Tänzen, am Ende wir auch, denn wer Lust hatte, konnte sich bei guter Musik auf der Tanzfläche austoben - leider wollten doch zu viele schnell ins Hotel.