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29. November 2019Lüderitz (Namibia)Als wir um 7 Uhr in Lüderitz anlegten, zeigte das Thermometer 12oC. Nach dem "Face Check" durch die Behörden zog ich los. Ein Anorak war bei dem kalten Wind zwingend.Diesmal ging ich auf die andere Seite der Stadt und erreichte den Yacht-Hafen. Es ist eine sehr hübsche Anlage mit einem gut eingerichteten Restaurant. Gegenüber stehen Häuser, die in Zeit von Deutsch-Südwest gebaut wurden. Das Woermannhaus wurde 1905 von dem Überseekaufmann und Reedereigründer gebaut und ist das älteste Gebäude der Stadt. 1912 entstand das Bödekerhaus. Der alte Bahnhof könnte eine Renovation vertragen. Aber innen wird für die selten fahrenden Bahnen sogar ein Fahrkartenschalter betrieben. Die Gleise und der Bahnsteig dagegen sind in einem sehr guten Zustand. Neu ist auch das moderne Gebäude der Waterfront. Ich kam auch an einigen recht exklusiven Villen vorbei, sie sind allerdings durch hohe Mauern umgeben und werden von einem Sicherheitsdienst geschützt. Diesmal war ich in einer belebteren Gegend des Städtchens unterwegs. An den Straßen wurden schon am Vormittag Holzkohlegrills angeheizt und Händler mit Obst und Gemüse hatten ihre Stände eingerichtet. Neben den Straßenverkäufern gibt es hier auch einen großen Supermarkt. Ich konnte mir das dortige Angebot nicht anschauen, denn meine Bestände an Namibia Dollars, die übrigens wie der Rand aus Südafrika umgerechnet werden, waren knapp. Ich spendete einen Teil in dem kleinen Museum, das die Geschichte von Lüderitz mit Bildern und einigen Ausstellungsstücken schildert. Inzwischen war es warm geworden. Ich brachte meinen Anorak zurück aufs Schiff und wanderte auf die Halb-Insel, die sich am Hafen entlang zieht. Sie schien nur aus großen Felsen zu bestehen und an einem Leuchtturm zu enden. Verwundert musste ich feststellen, dass hinter den Felsen mehrere sehr schöne neue B&B Pensionen und einige hübsche Esslokale liegen. Zum Leuchtturm hinauf führen Treppen, so dass nicht einmal über die glatten Felsen klettern musste. Von hier hatte ich einen schönen Blick über die Buchten von Lüderitz. Ich sah auch die Bojen, die die Fahrrinne markieren. Es ist eine sehr schmale Durchfahrt und der Lotse muss ein Schiff von der Größe der Albatros sehr genau um die vielen kleinen Felseninselchen herum lenken. |
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